Kindergarten-Neubau in Marktoberdorf

„IN DER SCHWEBE“ – Neubau

Foyer mit orangem Boden, Sitzstufen und Blick in den verglasten Gruppenraum
Foyer in Orange, Beton und Holz.

Kindergarten am Hang.

Status
fertig gestellt
Typ
Neubau
Projekt
Kindergarten Marktoberdorf
Kooperation
Freitag Hartmann Architekten, Berlin
BGF
985 m²
Jahr
2018
Fotos
© Philipp Nemenz

Kindergarten-Neubau in Marktoberdorf.

Die Stadt Marktoberdorf wünschte den Neubau eines 3-gruppigen Kindergartens südöstlich der Stadtmitte Marktoberdorf und östlich des Naherholungsbereiches „Buchel“.

Das Raumprogramm sieht einen Personal- und Organisationsbereich, einen Hauswirtschaftsbereich mit Küche und einen 3 gruppigen Kindergarten mit Nebenräumen vor.

Gruppenraum mit Sitzgruppen unter geneigter Holzdecke
Gelochtes Holz oben, Kindermöbel unten.
Flur im Obergeschoss mit Fensterband zum Wald
Sichtbare Balken, Wald vor dem Fenster.
Innentreppe mit Oberlicht und nummerierten Stufen
Ein Stück Himmel über der Treppe.

Kindergarten-Neubau in Marktoberdorf.

Das Schöne und Besondere:

Das Grundstück liegt am Fuße eines steil ansteigenden bewaldeten Hanges. Eine bereits bestehende Treppenanlage musste in die Planung integriert werden.

Dadurch wird eine Vergrößerung und gute Nutzbarkeit der Freifläche erreicht. Ganz selbstverständlich geht die neue Freifläche nun in den bewaldeten Hang über. Der Garten wird aus dem Schatten des Waldes herausgerückt weg von der unwirtlichen Straßenebene.

Essbereich mit langer geschwungener Sitzbank
Bank mit Schwung, Tische in Reihe.
Bewegungsraum mit Sprossenwand und Turngeräten
Platz zum Toben, Stauraum im Podest.
Treppenaufgang zwischen Sichtbetonwänden
Von Beton ins Holz, Stufe für Stufe.
Garderobe mit Fächern unter dem Oberlicht
Garderobe zum Ankommen, Hinsetzen, Aufhängen.

Kindergarten-Neubau in Marktoberdorf.

Da der Wald an der Westseite als mächtige Wand ansteigt, öffnet sich als Gegenpol die Freifläche großzügig nach Süd-Osten. Somit wird eine optimale Ausrichtung aller Gruppenräume nach Süden und deren ebenerdiger Zugang zu der gemeinsamen zusammenhängenden Freifläche ermöglicht.

Die Gliederung des Baukörpers in Sockel und verschwenktes Obergeschoss und die Staffelung nach Norden machen das Gebäude maßstäblicher in Bezug auf die Gebäudegrößen in der Umgebung.

Der neue Baukörper interpretiert tradierte Formen und Materialien.

Giebelfassade mit rotem Fenstererker, Blick zur Stadtpfarrkirche
Roter Akzent im Holzgiebel.
Straßenansicht mit Holzfassade, rotem Fenstererker und verglastem Erdgeschoss
Verschwenktes Holzgeschoss auf hellem Sockel.
Blick über Spielwiese und Sandkasten zum Gebäude mit Photovoltaikdach
Spielwiese geht in den Waldhang über.